Hexen, Kräuter, Zauber und Amulette

Hexen und Zauber üben seit der Antike eine unglaubliche Anziehungskraft auf die Fantasie der Menschen aus. Mit Hilfe von Sprüchen sollen die geheimen Kräfte der Natur in einer besonderen Weise auf bestimmte Leute wirken. Im Laufe der Zeit ergibt sich ein regelrechter Kanon Aberglaube in dem festgelegt ist, wie Hexen verschiedenste Kräuter und Amulette für Zauber einsetzen.

Aberglaube im Mittelalter

Im Mittelalter verschiebt sich das medizinische Wissen von ausgebildeten Ärzten zu Badern und Kräuterfrauen. Welche den Beruf als Handwerk erlernen. Zudem gewinnt die Kirche großen Einfluss auf den Alltag, so dass magische Rituale wie Amulett aus geweihten Knochen wichtiger sind als alte, überlieferte Hygiene-Maßnahmen. Da Kräuterfrauen in der Morgendämmerung die Pflanzen am Waldrand ernten und nicht die Morgenmesse besuchen werden ihnen bald zauberkundige Eigenschaften nachgesagt. Ebenso sieht die Kirche im Mittelalter Hebammen kritisch, da sie nicht nur schwierige Geburten meistern, sondern auf empfängnisverhütende Methoden weitergeben und Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Hexe

Hexe

Aberglaube in der frühen Neuzeit

In der frühen Neuzeit wird die Hexe in einigen “Fachschriften” genau definiert: Entweder ist sie alt und hässlich, lebt alleine am Rand der Stadt oder am Waldrand. Oder sie ist jung, reich, schön und verzaubert jeden Mann. Eine Hexe kennt sich mit Kräutern aus, braut Tränke, fertigt Amulette an und bespricht sie mit Zauberformeln. Aus einem einfachen, wirksamen Hustensaft wird so ein Liebestrank, der Männer in feuriger Liebe entbrennen lässt, oder Schadenszauber, der Menschen, Tiere und Feldfrüchte verderben lässt. Einige Frauen sollen sogar Wetterzauber beherrschen und im Sommer z. B. Hagelschauer niedergehen lassen können.

Nachstellung einer Hexenverbrennung

Nachstellung einer Hexenverbrennung

Dabei haben sie mit dem Teufel einen Pakt geschlossen, der ihnen schwarze Magie zeigt. Amulette und bestimmte Pflanzen wie die Alraune helfen kaum gegen Zauberei. So bereitet dieser Aberglaube den Hexenverfolgungen genügend Boden, der in Deutschland fast eine Million Menschen das Leben kosten wird.

Sogenanntes Hexenwissen

Hexenwissen ist in erster Linie Kräuterfachkunde und Nichts, was man zum Beispiel in seinem Abitur lernt. Gemäß dem Motto “Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen” haben die Frauen eine Kräutersammlung, mit denen sie die üblichen Krankheiten wie Husten, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden oder Magenverstimmungen behandeln können. Ähnlich wie in der chinesischen Medizin lassen sich chronische Leiden oder wiederkehrend auftretende Zustände lindern und manchmal sogar heilen. Magische Rituale, wie aus einer Alraune einen Liebes- oder Glückszauber herzustellen, gibt es heute noch. Weiße Hexen betonen, dass sie nur den Zauber ausführen, der zu Liebe, Karriere und Glück verhilft. Allerdings garantieren sie den Erfolg nicht. Schadenszauber fällt unter schwarze Magie, weswegen die meisten heutigen Zauberinnen davon Abstand nehmen. Laut Überlieferung fordert der Teufel für schwarze Magie einen hohen Preis vom Auftraggeber.

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